Eine richtig coole FahrerstreckeGrand Prix der USA: Premierenrennen im Bundestaat TexasAustin – „Eine richtig coole Fahrerstrecke“Nach fnfjhriger Unterbrechung kehrt die Formel 1 zurck in die Vereinigten Staaten. Austin im Bundestaat Texas erlebt am 18. Der „Circuit of the Americas“ ist bereits der neunte Formel-1-Debtant in diesem Jahrtausend. Auf die Fahrer wartet eine Strecke, die es in sich hat. Und gleich beim ersten Rennen knnte die WM-Entscheidung fallen.

Nagelneu: Die Haupttribne am Circuit of the Americas.

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel hat bei der Premiere in Austin ausgerechnet bei seinem 100. Grand Prix den ersten Matchball zum Titel-Hattrick. Sammelt der Champion der vergangenen beiden Jahre am Sonntag 15 Zhler mehr als sein einzig verbliebener Rivale Fernando Alonso, krnt sich Vettel vorzeitig zum Weltmeister.

Zuvor mssen die Piloten auf dem vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfenen Kurs 56 Runden 5,516 Kilometer absolvieren, was einer Gesamtdistanz von knapp 309 Kilometern entspricht.

20 Kurven gibt es pro Runde, neunmal geht’s rechts herum, elfmal links. Als eines der Markenzeichen gilt der Anstieg zur Kurve eins, dem hchsten Punkt der Strecke.

Waren in frheren Jahren Rennstrecken, die entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wurden, die Seltenheit (Imola, Sao Paulo), so ist Austin nun neben Yeongam, Singapur, Abu Dhabi und Sao Paulo bereits die fnfte Piste im Kalender, die „linksherum“ fhrt. Vor allem die Nackenmuskulatur der Fahrer reagiert darauf nicht selten empfindlich.

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Die Berg- und Talfahrt in Texas ist den Piloten bisher nur aus dem Simulator bekannt. Nach den ersten Eindrcken erntete die Strecke aber bereits viel Lob. „Eine groartige Mischung von allem, wir Fahrer werden die Strecke mgen“, sagte Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber. Auch der FIA-Renndirektor schwrmte bei der Streckenabnahme. „Alles, was ich gesehen habe, ist absolut erstklassig. Ich habe berhaupt keine Beschwerden“, sagte Charlie Whiting.

Der ehemalige Formel-1-Pilot Alexander Wurz war in die Planungen involviert, hat Tilke dabei untersttzt, den Kurs aus Fahrersicht zu optimieren. „Wir haben sehr viel Aufwand dafr betrieben, in den USA eine richtig coole Fahrerstrecke, eine Berg- und Tal-Bahn zu bauen“, sagt Wurz. „Und ich glaube, das ist gelungen.“

Die neue Strecke in Austin weist 20 Kurven auf und ist 5,516 KIlometer lang.

Es gibt Hhenunterschiede von 40 Metern sowie berhhte Kurven. „Es geht nach Start und Ziel extrem hoch in eine blinde Haarnadelkurve, danach den Berg runter in eine Kompression“, erklrt Wurz. „Und wir haben S-Kurven, eine Mischung aus Silverstone und Suzuka. Und ganz wichtig: Wir haben berholen sogar ohne KERS und DRS simuliert – es funktioniert bestens!“

Nach fnf Jahren Pause kehrt die Formel 1 also zurck in die USA. Der Grand Prix in Austin ist das insgesamt 63. Gastspiel der Knigsklasse in den Vereinigten Staaten. Nur in Deutschland (71) und Grobritannien (66) wurden mehr Formel-1-Rennen ausgetragen, in Italien machte die Rennserie bis dato ebenfalls 63-mal Station.

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In den USA war die Formel 1 ein echter Wanderzirkus. Austin ist bereits die zehnte Station der Formel 1 in den Vereinigten Staaten. Von 1950 bis 1960 waren die 500 Meilen von Indianapolis Bestandteil der WM, obwohl hier nicht die Formel-1-Regeln galten. Spter kamen dann Sebring, Riverside, Watkins Glen, Long Beach und Las Vegas sowie Detroit, Dallas und Phoenix als Gastgeber hinzu.

Im Jahr 2000 kehrte die Knigsklasse dann auf eine neue Strecke in Indianapolis zurck. Sieben Jahre spter lief der Indy-Vertrag aus, seither machte die Formel 1 einen Bogen um die USA.

Eigentlich sollte schon 2013 in New Jersey ein weiterer Grand Prix in den USA hinzukommen. Weil die Strecke aber nicht rechtzeitig fertig wird, wurde das Debt des Rennens vor den Toren von New York auf 2014 verschoben.

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