Franziska Schenk vom Eis ber den Laufsteg ins TVBerlin – Das „Borchardt“, Berlin, Franzsische Strae, ist weigott Prominenz gewhnt, und doch fliegen die Kpfe. Es tritt ins Restaurant ein Gast, der prominent ist und schn. Sie trgt schwarze Jeans und grauen Pulli, dazu eine gute Portion Natrlichkeit im ungeschminkten Gesicht. Am Nachmittag ist sie noch im Kraftraum, am Morgen auf dem Eis gewesen in Hohenschnhausen, wo sie sich auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet, die fr sie am 4./5. Dezember in Berlin auf dem Programm stehen. In Erfurt, der Heimatstadt, gucken die Menschen schon lnger, an der Uni in Mainz und im Rest der Republik erst, seit in den letzten zwei Jahren all die Fotos in den Zeitungen zu sehen waren. Schne Fotos, sorgsam ausgewhlt und verteilt, denn: „Ich will mich nicht berall sehen“, sagt sie. Und das „Silberfoto“, wie sie es nennt, darf nur drucken, wer ausdrcklich die Erlaubnis kriegt. Doch Karriere zwei erreicht an diesem 4. Dezember ihren vorlufigen Hhepunkt, Franziska Schenk moderiert an der Seite des ARD-Heimkehrers Reinhold Beckmann erstmals die „Guiness-Show“. Da wird nach Zeiten und Medaillen bewertet, schwarz oder wei, grau gibt es nicht, und das ist manchmal gnadenlos. Vor der Kamera kann sie und wird sie sich auf ihre Aura verlassen, die laut „Stern“ „die mnnlichen Hormone in Wallung bringt“. Und das ist, mit Verlaub, nicht wenig. „Ich werde niemals sexy daherkommen, das ist nicht mein Stil“, sagt also streng Franziska Schenk. Ihr Stil soll immer schlicht, elegant und sportlich sein, ihr Stil wie ihre Art, jegliche Rollenspiele lehnt sie ab, um ihre Glaubwrdigkeit und Authentizitt nicht zu verlieren. „Entweder hat man Ausstrahlung oder man hat sie nicht. Dann helfen auch Klamotten nicht weiter.“Aus der Mitte des Lokals winkt der prominente Chefredakteur Helmut Markwort herber. „Ist das nicht eigenartig?“ flstert Franziska Schenk, „der macht ‚Focus‘ und seine Freundin so ein Blatt wie ‚Bunte‘.“ Sie liest weder dies noch jenes, wenn berhaupt, dann den „Spiegel“. Dessen Starschreiber Jrgen Leinemann, zwei Tische weiter, winkt nicht. Erfahrungen aus zehn Jahren Sportlerkarriere werden gesammelt, ausgewertet und archiviert, lohnenswerter in jeder Hinsicht sind jedoch die Erlebnisse und Ergebnisse der jngsten Zeit als ffentliche Person. Geradezu hochinteressant sei es, die Medien fr eigene Planungen zu instrumentalisieren, obwohl ihr das Wort nun doch etwas hart erscheint, sagt sie zumindest. Berechnend wirkt sie nicht, zielstrebig und ehrgeizig allemal. „Also, wer sich heutzutage alles Journalist schimpft und keiner ist.“ Neulich hat sie beim SWR schon ben drfen, diesmal auf der anderen Seite, im Interview mit Rennfahrer Manuel Reuter. Wenn nicht Moderatorin oder Journalistin, dann vielleicht Medientrainerin, was soviel bedeuten soll wie: Politiker, Manager, Knstler, Sportler auf den Umgang mit Presse, Funk und Fernsehen trimmen. „Quatsch. Nur: Warum soll ich bitteschn nicht versuchen, zwei Dinge gleichzeitig zu machen? Beide mit der gleichen Zielstrebigkeit, mit dem gleichen Ehrgeiz. „Ich habe das erste Mal im Leben Pech gehabt. Okay. Schicksal. Du kannst das Schicksal nicht beeinflussen. Der Sturz hat viele Dinge relativiert. Das Angebot ist reichlich und das ist das Problem. Dann lieber Capuccino. Freitag ist ein wichtiger Tag. Und sie mchte hier wie da nicht allzu schlecht aussehen. Besteht da Gefahr?

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